AC-Heber erkämpfen Führung in der Frankenliga19 Mrz
AC-Team knackt mit neuer Bestleistung magische 200 Punkte-Grenze.
Motivation pur war beim zweiten Wett-kampftag der Frankenliga in Röthenbach bei allen vier Teams zu verspüren. Allen voran das AC-Quartett, das diesmal alle Leistungsreserven abzurufen vermochte. Mit 205,5 Punkten stellten sie nicht nur eine neue überragende Mannschaftsbestleistung für ein Viererteam auf, sondern überboten auch erstmals in Franken die 200 Punkte-Grenze. Nicht erwähnt werden muss, dass alle Heber neue Bestleistungen erzielten.
Bereits nach der Eingabe der Anfangsgewichte errechnete der Computer, dass es zwischen dem KSV Kitzingen II, dem AC 82 Schweinfurt und dem 1. AC Bayreuth ein sehr spannendes Rennen werden würde. Nach dem 1. Wettkampftag führten die Schweinfurter mit 9 Punkten vor den Bayreuthern, die ihrerseits wieder 1 Punkt Vorsprung auf die Kitzinger hatten.
Für den 1. AC Bayreuth legte Viola Lauber gut vor. Sie begann den Wettkampf mit ihrer Bestleistung von 38 kg und erhöhte im 2. Versuch ihren Landesrekord auf 40 kg. Die 42 kg im letzten Versuch glückten allerdings – im Gegensatz zum Training –nicht mehr. Im Stoßen lief es mit drei gültigen Versuchen noch besser. Im letzten Durchgang schaffte sie mit 56 kg ebenfalls neuen Landesrekord und in der Summe des Zweikampfes verbesserte sie mit 96 kg ihre alte Bestleistung um 4 kg. Damit hat sie in der Altersklasse 3/- 53 kg Körpergewicht alle ihre Landesrekorde gesteigert. Die 100 kg im Zweikampf hat sie für die Bayerischen Meisterschaften im April fest vor Augen.
Martin Nützel hatte im letzten Wettkampf mit den 100 kg gehadert. Diesmal nervte ihn allerdings ein vorzeitig weggelegter Anfangsversuch über 95 kg. Doch im Vertrauen auf seine Technik steigerte er letztlich auf 102 kg und bewältigte die Last letztlich souverän. Das gab ihm auch fürs Stoßen Auftrieb, so dass er sein Anfangsgewicht von 110 kg auf 120 kg steigerte. 125 kg im 2. Versuch stellten ihn ebenfalls vor keine Probleme. Die 130 kg im letzten Versuch schob er dann allerdings von der Brust nicht stark genug an, so dass diese Hebung scheiterte.
Michael Zschoche hatte einmal mehr Probleme mit rissiger Haut in den Händen, die einen festen Griff schmerzhaft werden ließ. Im Reißen hatte er sich in seinem 2. Wettkampf bereits technisch gut weiter entwickelt und hatte mit 90 kg die Erwartungen erfüllt. Im Stoßen konnte er mit seiner Bestleistung von 130 kg anfangen und sie im 2. Versuch auf 135 kg steigern. Die 138 kg im 3. Versuch setzte er noch problemlos um, bekam die Hantel dann aber beim Ausstoßen zu weit vor den Kopf, so dass er sie nicht zu halten vermochte.
Alexej Wiebe konnte die Früchte seines harten Trainings ernten. Bereits beim letzten Wettkampf hat er die Jugend-Bezirksrekorde in der Klasse bis 105 kg neu geschrieben. Diesmal griff er bereits in die Phalanx der Aktiven ein. Das Aufwärmen tadellos getimet, ging er im Reißen als letzter Heber an die Hantel und lieferte drei eindrucksvolle Versuche ab. Nach einem Sicherheitsversuch über 105 kg steigerte er auf 112 kg ehe er seine Bestmarke um 4 kg auf 116 kg verbesserte. Auch im Stoßen konnte ihn nichts aus der Ruhe bringen. Nach 127 kg und 134 kg knackte er erstmals die 140 kg-Marke. Damit hält er nicht nur alle Bezirks-Jugendrekorde, sondern hat auch bei den Erwachsenen im Reißen, Stoßen und im Zweikampf mit 256 kg den alten Rekordhalter Arthur Kunz (1. AC Bayreuth) abgelöst.
Nach dem Reißen sah es für die AC-Staffel noch nicht nach einem Erfolg aus, hatte doch das sieggewohnte Quartett aus Schweinfurt mit 63 Punkten die Nase vorne. Auch die Kitzinger konnten sich mit 56,2 Punkten knapp vor Bayreuth (53,5 Punkte) platzieren. Doch im Stoßen, der Paradedisziplin der Bayreuther, arbeitete man sich kontinuierlich nach vorne. Im Endergebnis ließ das AC-Team mit 205,5 Punkten die Kitzinger, die sich auf Platz 2 behaupteten, mit 15 Punkten Vorsprung deutlich zurück. Was den Schweinfurtern im letzten Wettkampf gelang, vom 3. Platz auf Platz 1 nach dem Stoßen vorzustoßen, kehrte sich diesmal um. Sie fielen mit 176 Punkten auf den 3. Platz am Ende zurück. Der TSV Röthenbach II blieb mit 47,9 Punkten auf Rang 4.
Die beste Heberin war erneut Ulrike Zehner (AC Schweinfurt) mit 89 Punkten vor Viola Lauber (63 Punkte) und Alexej Wiebe der ebenfalls 63 Punkte erzielte. Auf Platz 4 und 5 reihten sich die Kitzinger Johannes Dworschak (60,2) und Thomas Stöhr (52,0) ein.
